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Mädchenzentrum -
Einrichtung für Mädchen in Not (1./3) |

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Vielleicht haben einige von euch ja schon Erfahrungen mit dem Mädchenzentrum gemacht, wenn nicht, dann hört ihr jetzt das erste Mal davon.
Das Mädchenzentrum ist eine Beratungsstelle, die sich speziell mit den Problemen von Mädchen befasst und ihnen hilft, ihre Probleme zu lösen. Wenn ihr weitere Fragen habt, dann werden diese hoffentlich im folgendem Interview beantwortet.
Graffiti: Mit welchen Problemen beschäftigt sich das Mädchenzentrum?
Mädchenzentrum: Im Allgemeinen mit Mädchen in Krisensituationen. Die meisten Mädchen wenden sich von selbst an uns. Sie sind ungefähr im alter von zwölf bis über zwanzig Jahren. Nach unserer Statistik haben die meisten Fälle familiäre Probleme. Gewalt in der Familie ist ein großes Problem. Außerdem gehören Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Esssucht sowie sexueller Missbrauch zu den häufigen Problemen.
Graffiti: Welche Möglichkeiten bietet das Mädchenzentrum den Mädchen, die hier hinkommen?
Mädchenzentrum: Jeder kann zu einem Beratungsgespräch herkommen. Wir haben zwar Wartezeiten, aber ein Erstgespräch bekommt man sehr schnell. Hier kann mit den Mädchen abgeklärt werden, was das eigentliche Problem ist. Ich nenne mal ein Beispiel: Ein Mädchen ruft an und sagt, sie habe Probleme mit dem Essen und werde immer dünner, dann bekommt sie sofort einen Ersttermin. Es wird zusammen festgestellt, ist sie zu mager, muss sie ärztlich behandelt werden? Wir vereinbaren gemeinsame Termine bei Ärzten oder Kliniken und können so weitgehend helfen. Oder ein Mädchen lebt in ganz schwierigen Verhältnissen. Beide Eltern trinken, sie wird geschlagen und sagt, sie hält es zu Hause nicht mehr aus. In dem Fall müssen wir Kontakt zum Jugendamt aufnehmen, ob es möglich ist, dass das Kind woanders untergebracht wird. Wir kennen auch viele Einrichtungen in der Stadt mit denen wir dann Kontakt aufnehmen und weitere Hilfen veranlassen. Aber für die meisten reicht hier die Beratung. Die kommen dann auch meistens für mehrere Wochen.
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